Nach 13:14 gegen Tennenbronn: KSV Musberg fokussiert Zukunft auf Meisterteam KSV Musberg II
Der KSV Musberg hat am Samstagabend in der ARGE-Regionalliga Baden-Württemberg einen wahren Krimi erlebt – mit dem bitteren Ende aus Musberger Sicht: Vor heimischem Publikum unterlag die Mannschaft dem direkten Tabellennachbarn KSV Tennenbronn knapp mit 13:14. In der gut gefüllten Halle herrschte von Beginn an intensive Stimmung, Trommeln und Anfeuerungsrufe trugen die Musberger Ringer durch einen Abend voller enger Duelle.
Im Auftaktkampf bis 57 kg Griechisch-Römisch stellte sich Giuliano Perri mutig dem starken Sergio Keysan entgegen. Perri hielt zunächst dagegen, musste aber im Verlauf des Kampfes dessen konsequente Angriffe anerkennen und gab die ersten drei Mannschaftspunkte ab. Im Schwergewicht (130 kg Freistil) sorgte dann Andre Timofeev für die ersten Jubelstürme: Mit klarem 5:0 nach Punkten kontrollierte er seinen Gegner Jonas Schondelmaier über die vollen sechs Minuten und verkürzte souverän.
In der 61-kg-Klasse Freistil erwischte Majeed Ahmadi einen schweren Stand gegen den explosiv startenden David Brenn und verlor frühzeitig auf Schulter. Doch der KSV Musberg schlug eindrucksvoll zurück: Zunächst holte Malte Ziegler (98 kg Griechisch-Römisch) mit konzentriertem Ringkampf einen sicheren Punktsieg, anschließend glänzte Asis Isaev (66 kg Griechisch-Römisch) mit einem überragenden 15:0-Erfolg durch technische Überlegenheit. Zur Pause lag Musberg mit 8:7 vorne – die Halle stand.
Nach der Unterbrechung drehte Tennenbronn jedoch wieder auf. Ensar Köse (86 kg Freistil) fand gegen den sehr druckvollen Timo-Marcel Nagel kaum in den Kampf und musste eine Niederlage durch technische Überlegenheit hinnehmen. Umso wichtiger der nächste Auftritt: Stefan-Ionut Coman (71 kg Freistil) fegte mit 15:0 über seinen Gegner hinweg und brachte Musberg erneut in Führung.
In den letzten drei Duellen lag die Spannung greifbar in der Luft. Robin Bauer (80 kg Griechisch-Römisch) kämpfte verbissen, musste sich aber knapp nach Punkten geschlagen geben. Anschließend rang André Ehrmann (75 A kg Griechisch-Römisch) einen taktisch geprägten Kampf – beim 1:1 sicherte er sich dank letzter Wertung den wichtigen Sieg für Musberg. So stand es vor dem letzten Duell 13:13. Im abschließenden 75-kg-Freistilkampf warf Julian-Leonhardt Kellermann alles in die Waagschale, doch sein Gegner Mathias Schondelmaier sammelte die entscheidende Wertung – Tennenbronn holte den letzten Mannschaftspunkt zum 13:14-Endstand.
Mit der knappen Niederlage gegen Tennenbronn endet für den KSV Musberg nicht nur die Saison, sondern auch ein Kapitel in der Regionalliga. Der Verein hat sich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, seine Mannschaft aus der Regionalliga zurückzuziehen und künftig den Fokus stärker auf den KSV Musberg II zu legen.
Die zweite Mannschaft hat in dieser Saison eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial im Verein steckt: Als Meister der Landesklasse steigt der KSV Musberg II in die Landesliga auf und trägt damit die Musberger Farben weiterhin auf hohem Niveau in die Hallen Baden-Württembergs. Der Rückzug aus der Regionalliga ist daher kein Abschied vom leistungsorientierten Ringen, sondern eine strategische Neuausrichtung.
Mit einem starken Unterbau, viel Eigengewächsen und großer Unterstützung von den Rängen will der KSV Musberg in den kommenden Jahren Schritt für Schritt weiter wachsen. Die Fans dürfen sich schon jetzt auf spannende Kämpfe in der Landesliga freuen – und auf einen Verein, der mit Leidenschaft, Herzblut und klarer Ausrichtung in die Zukunft geht.


